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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Alle Versuche, höhere Typen auszudenken,man quirt („Romantik“; der Künstler, der Philosoph;gegen Carlyle’s Versuch, ihnen die höchsten Moralwerthezuzulegen).

Widerstand gegen höhere Typen als Resultat.

Niedergang und Unsicherheit aller höherenTypen. Der Kampf gegen das Genie („Volks-poesie“ u. s. w.). Mitleid mit den Niederen und Leiden-den als Maassstab für die Höhe der Seele.

Es fehlt der Philosoph, der Ausdeuter der That,nicht nur der Umdichter.

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Inwiefern der Schopenhauer’sche Nihilismusimmer noch die Folge des gleichen Ideals ist,welches den christlichen Theismus geschaffenhat. •— Der Grad von Sicherheit in Betreff der höchstenWünschbarkeit, der höchsten Werthe, der höchsten Voll-kommenheit war so gross, dass die Philosophen davonwie von einer absoluten Gewissheit a priori aus-giengen: „Gott“ an der Spitze als gegebene Wahrheit.„Gott gleich zu werden“, „in Gott aufzugehen“ —■ daswaren Jahrtausende lang die naivsten und überzeugend-sten Wünschbarkeiten (— aber eine Sache, die überzeugt,ist deshalb noch nicht wahr: sie ist bloss überzeugend.Anmerkung für Esel).

Man hat verlernt, jener Ansetzung von Idealen auchdie Personen-Realität zuzugestehen: man ward

atheistisch. Aber hat man eigentlich auf das Ideal ver-zichtet? — Die letzten Metaphysiker suchen im Grundeimmer noch in ihm die wirkliche „Realität“, das „Ding ansich“, im Verhältniss zu dem alles Andere nur scheinbar