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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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nung einreihte, die mit der der weltlichen Macht undRangordnung nicht stimmt: sie lehrte Ergebung, Demuthu. s. w. Gesetzt, dass der Glaube an diese Moralzu Grunde geht, so würden die Schlechtweggekommenenihren Trost nicht mehr haben — und zu Grunde gehn.

Das Zu-Grunde-gehen präsentirt sich als einSich-zu-Grunde-richten, als ein instinctives AuslesenDessen, was zerstören muss. Symptome dieser Selbst-zerstörung der Schlechtweggekommenen: die Selbst-

vivisection, die Vergiftung, Berauschung, Romantik, vorAllem die instinctive Nöthigung zu Handlungen, mitdenen man die Mächtigen zu Todfeinden macht(— gleichsam sich seine Henker selbst züchtend), derWille zur Zerstörung als Wille eines noch tieferenInstincts, des Instincts der Selbstzerstörung, des Willensin’s Nichts.

db

Nihilismus, als Symptom davon, dass die Schlecht-weggekommenen keinen Trost mehr haben: dass sie zer-stören, um zerstört zu werden, dass sie, von der Moralabgelöst, keinen Grund mehr haben, „sich zu ergeben“,■— dass sie sich auf den Boden des entgegengesetztenPrincips stellen und auch ihrerseits Macht wollen, in-dem sie die Mächtigen zwingen, ihre Henker zu sein.Dies ist die europäische Form des Buddhismus, dasNein-thun, nachdem alles Dasein seinen „Sinn“ ver-loren hat.

db

Die „Noth“ ist nicht etwa grösser geworden: imGegentheil! „Gott, Moral, Ergebung“ waren Heilmittel,