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Das allgemeinste Zeichen der modernen Zeit:der Mensch hat in seinen eigenen Augen unglaublichan Würde eingebüsst. Lange als Mittelpunkt undTragödien-Held des Daseins überhaupt; dann wenigstensbemüht, sich als verwandt mit der entscheidenden und ansich werthvollen Seite des Daseins zu beweisen — wiees alle Metaphysiker thun, die die Würde des Men-schen festhalten wollen, mit ihrem Glauben, dass diemoralischen Werthe cardinale Werthe sind. Wer Gottfahren liess, hält um so strenger am Glauben an dieMoral fest.
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Kritik des Nihilismus.
a.
Der Nihilismus als psychologischer Zustandwird eintreten müssen, erstens, wenn wir einen „Sinn“in allem Geschehen gesucht haben, der nicht darin ist:sodass der Sucher endlich den Muth verliert. Nihilis-mus ist dann das Bewusstwerden der langen Vergeudungvon Kraft, die Qual des „Umsonst“, die Unsicherheit,der Mangel an Gelegenheit, sich irgendwie zu erholen,irgendworüber noch zu beruhigen — die Scham vor sichselbst, als habe man sich allzulange betrogen . . .Jener Sinn könnte gewesen sein: die „Erfüllung“ einessittlichen höchsten Kanons in allem Geschehen, die sitt-liche Weltordnung; oder die Zunahme der Liebe undHarmonie im Verkehr der Wesen; oder die Annäherungan einen allgemeinen Glücks-Zustand; oder selbst dasLosgehen auf einen allgemeinen Nichts - Zustand — einZiel ist immer noch ein Sinn. Das Gemeinsame allerdieser Vorstellungsarten ist, dass ein Etwas durch den