als Schadenersatz für eine persönliche Autorität. Oderdie Autorität der Vernunft. Oder der sociale In-stinct (die Heerde). Oder die Historie mit einemimmanenten Geist, welche ihr Ziel in sich hat, und derman sich überlassen kann. Man möchte herum-kommen um den Willen, um das Wollen eines Zieles,um das Risico, sich selbst ein Ziel zu geben; man möchtedie Verantwortung abwälzen (— man würde den Fata-lismus acceptiren). Endlich: Glück, und, mit einigerTartüfferie, das Glück der Meisten.
Man sagt sich
1) ein bestimmtes Ziel ist gar nicht nöthig,
2) ist gar nicht möglich, vorherzusehen.
Gerade jetzt, wo der Wille in der höchsten Kraftnöthig wäre, ist er am schwächsten und klein-müthigsten. Absolutes Misstrauen gegen dieorganisatorische Kraft des Willens für’s Ganze.
[Zeit, wo alle „intuitiven“ Werthschätzungen derReihe nach in den Vordergrund treten, als ob man vonihnen die Directive bekommen könne, die man sonstnicht mehr hat.
„Wozu?“ Die Antwort wird verlangt 1) vom Ge-wissen, 2) vom Trieb zum Glück, 3) vom „socialen In-stinct“ (Heerde), 4) von der Vernunft („Geist“), — nurum nicht wollen zu müssen, sich selbst das „Wozu“setzen zu müssen.
Endlich Fatalismus: „es giebt keine Antwort“,aber „es geht irgend wohin“, „es ist unmöglich einWozu? zu wollen“, — mit Ergebung .. . oder Revolte ...Agnosticism us in Hinsicht auf das Ziel.
Endlich Verneinung als Wozu des Lebens; dasLeben als Etwas, das sich als unwerth begreift undendlich aufhebt.]