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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
Entstehung
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starke Cultur beruht) sich löst, sodass die einzelnenWerthe sich Krieg machen: Zersetzung, dassAlles, was erquickt, heilt, beruhigt, betäubt, in denVordergrund tritt, unter verschiedenen Verkleidungen,religiös, oder moralisch, oder politisch, oder ästhetisch u.s.w.

Der Nihilismus stellt einen pathologischen Zwischen-zustand dar ( pathologisch ist die ungeheure Verall-gemeinerung, der Schluss auf gar keinen Sinn): seies, dass die productiven Kräfte noch nicht stark genugsind, sei es, dass die decadence noch zögert und ihreHülfsmittel noch nicht erfunden hat.

b) Voraussetzung dieser Hypothese:Dass eskeine Wahrheit giebt; dass es keine absolute Be-schaffenheit der Dinge, keinDing an sich giebt.Dies ist selbst nur Nihilismus, und zwar derextremste. Er legt den Werth der Dinge gerade da-hinein, dass diesen Werthen keine Realität entsprichtund entsprach, sondern dass sie nur ein Symptom vonKraft auf Seiten der Werth-Ansetzer sind, eine Sim-plification zum Zweck des Lebens.

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Die Frage des Nihilismuswozu? geht von derbisherigen Gewöhnung aus, vermöge deren das Ziel vonAussen her gestellt, gegeben, gefordert schien nämlichdurch irgend eine übermenschliche Autorität. Nach-dem man verlernt hat, an diese zu glauben, sucht mandoch nach alter Gewöhnung nach einer anderen Auto-rität, welche unbedingt zu reden wüsste und Zieleund Aufgaben befehlen könnte. Die Autorität desGewissens tritt jetzt in erste Linie (je mehr emancipirtvon der Theologie, um so imperatorischer wird die Moral);