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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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I.

Nihilismus.

a) Der Nihilismus ein normaler Zustand.Nihilismus: es fehlt das Ziel; es fehlt die Antwort aufdasWarum? Was bedeutet Nihilismus? Dass dieobersten Werthe sich entwerthen.

Er kann ein Zeichen von Stärke sein, die Kraftdes Geistes kann so angewachsen sein, dass ihr die bis-herigen Ziele (Überzeugungen, Glaubensartikel) unan-gemessen sind (: ein Glaube nämlich drückt im All-gemeinen den Zwang von Existenzbedingungen aus,eine Unterwerfung unter die Autorität von Verhältnissen,unter denen ein Wesen gedeiht, wächst, Macht ge-winnt . . .); andererseits ein Zeichen von nicht ge-nügender Stärke, um productiv sich nun auch wiederein Ziel, ein Warum, einen Glauben zu setzen.

Sein Maximum von relativer Kraft erreicht er alsgewaltthätige Kraft der Zerstörung: als activer Nihi-lismus. Sein Gegensatz wäre der müde Nihilismus, dernicht mehr angreift: seine berühmteste Form der Bud-dhismus: als passivischer Nihilismus, als ein Zeichenvon Schwäche: die Kraft des Geistes kann ermüdet, er-schöpft sein, sodass die bisherigen Ziele und Wertheunangemessen sind und keinen Glauben mehr finden,dass die Synthesis der Werthe und Ziele (auf der jede