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13 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 5 (1903) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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sagen, man muss sich einen höheren Begriff von Me-phistopheles machen, als Goethe, der nöthig hatte, umseineninwendigen Faust zu vergrössern, seinen Me-phistopheles zu verkleinern. Der wahre deutscheMephistopheles ist viel gefährlicher, kühner, böser, ver-schlagener und folglich offenherziger: man denke sich dasInwendige von Friedrich dem Grossen, oder von jenem vielgrösseren Friedrich, jenem Hohenstaufen Friedrich II.Der echte deutsche Mephistopheles steigt über dieAlpen, glaubt, dass ihm dort Alles zugehört. Deshalbwird ihm wohl, wie es Winckelmann wohl wurde, wieMozart. Er betrachtet Faust und Hamlet als Cari-caturen, die zum Lachen erfunden sind, insgleichenLuther. Goethe hatte gute deutsche Augenblicke, woer über das Alles inwendig lachte. Aber dann fiel erselber wieder in die feuchten Stimmungen zurück.

831.

Wie wird sich später einmal Goethe ausnehmen!wie unsicher, wie schwimmend! Und seinFaustwelches zufällige und zeitliche und wenig nothwendigeund dauerhafte Problem! eine Entartung des Erkennen-den, ein Kranker, Nichts mehr! Keineswegs dieTragödie des Erkennenden selber! Nicht einmal die desfreien Geistes.

832.

Ich empfinde häufigMitleid, wo gar kein Leidenda ist, sondern wo ich eine Verschwendung und einZurückbleiben sehe hinter Dem, was hätte werdenkönnen. So z. B. in Bezug auf Luther. Welche Kraft,und verschwendet auf was für Probleme!