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Es gab in Deutschland bisher noch keine Cultur,sondern immer nur mystische Separatisten. Immer nurEinzelne, — das ist Trost!
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Goethe ist eine Ausnahme: er lebte unter Deutschenauf feine Weise verschanzt und verkleidet; Schillergehört zu jenen Deutschen, welche die grossen glänzen-den Worte und Prunk-Gebärden der Tugend liebten(— selbst sein Geschmack an der Kantischen Moral undihrem unbedingten Commando -Tone gehört hierhin —).Es thut den Deutschen wehe, sich einzugestehen, wiesehr sie die Deutschen Kotzebue’s gewesen sind (undzu einem guten Theile noch nicht —); und jener lebens-gefährliche Schwärmer Ludwig Sand nahm vielleichtseine Rache nur an der falschen Stelle, wie es so oftgeschieht.
Wenn irgend Etwas den jetzigen Deutschen zurEhre gereicht, so ist es dies, dass sie die grossen glänzen-den glitzernden Schiller’schen Worte nicht mehr aus-halten, welche ihre Grossväter begeisterten. Die deutschenKleinstädter, wie sie Kotzebue gemalt hat — und dasGemälde war gut — sind nach dem Bilde der Weimaranergemacht, zur Zeit Schiller’s und Goethe’s.
Die Kleinheit und Erbärmlichkeit der deutschenSeele, ihr theils genüssliches, theils neidisches Im-Winkel-sitzen, ihre eingefleischte „Kleinstädterei“, um an Kotzebuezu erinnern, ihre „Froschperspective“ für alle hohen Dinge,um mit den Malern zu reden, — wie schmerzlich —