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13 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 5 (1903) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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Je nach der Umgebung- und den Bedingungenunseres Lebens tritt ein Trieb als der höchstgeschätzteund herrschendste hervor; das Denken, Wollen undFühlen macht sich ihm insbesondere zum Werkzeuge.

Ist die absolute Bedingung des Menschen eineGemeinschaft, so wird der Trieb an ihm, vermöge dessendie Gemeinschaft erhalten wird, am kräftigsten entwickelt.Je unabhängiger er ist, umsomehr verkümmern dieHeerden-Instincte.

614.

Alle Werthschätzungen sind Resultate von be-stimmten Kraftmengen und dem Grad Bewusstheit davon:es sind die perspectivischen Gesetze je nach demWesen eines Menschen und Volkes, was nah, wichtig,nothwendig ist u. s. w.

Alle menschlichen Triebe, wie alle thierischen, sindunter gewissen Umständen als Existenz-Bedingungenausgebildet und in den Vordergrund gestellt worden.Triebe sind die Nachwirkungen lange gehegterWerthschätzungen, die jetzt instinctiv wirken, wie alsein System von Lust- und Schmerz-Urtheilen. ZuerstZwang, dann Gewöhnung, dann Bedürfniss, dann natürlicherHang (Trieb).

615.

Triebe sind höhere Organe, wie ichs verstehe:Handlungen, Empfindungen und Gefühlszustände in-einander verwachsen, sich organisirend, ernährend

616.

Seele: zur Bezeichnung eines Systems von Werth-schätzungen und Werthaffecten.