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617.
Befriedigung des Triebes ist nicht im Resultat derThätigkeit, sondern im Thun zu suchen.
Glück wäre das Gleichgewicht der auslösendenThätigkeiten aller Triebe.
618.
Die Vielheit der Triebe: — wir müssen einen Herrnannehmen; aber der ist nicht im Bewusstsein, sonderndas Bewusstsein ist ein Organ, wie der Magen.
61g.
Unser „Geist“ sammt Gefühlen und Empfindungenist ein Werkzeug, welches einem vielköpfigen und viel-spältigen Herrn zu Diensten ist: dieser „Herr“ sind unsreWerthschätzungen. Unsre Werthschätzungen aber ver-rathen Etwas davon, was unsre Lebens-Bedingungensind (zum kleinsten Theil die Bedingungen der Person,zum weiteren die der Gattung „Mensch“, zum grössten undweitesten die Bedingungen, unter denen überhaupt Lebenmöglich ist).
620.
Geschmack — nicht Nutzen — giebt den Werth.
621.
An die Spitze zu stellen: auch die Instincte sindgeworden; sie beweisen Nichts für das Übersinnliche,nicht einmal für das Animalische, nicht einmal für dastypisch Menschliche.
Nietzsche, Werke II. Abtheilung. Bd. XIII.
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