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Aber der Trieb selber will nicht ein Resultat seinesThuns. Unser Verstandes-Trieb freilich hat im Setzendes Zwecks seine Lust — das ist seine Thätigkeit, —ebenfalls in dem Ausdenken der Mittel — logischeLust in allem Handeln.
Wille als das Gestaltende?
In jeder Handlung sind viele Triebe thätig.
Mindestens i) der im Thun selber sich befriedigt,
2) der im Setzen von Zweck und Mittel sich befriedigt,
3) der im Vorwegnehmen des Erfolgs sich befriedigt.
(„Befriedigung“: das Wort setzt Unfrieden voraus
und erweckt ein Vorurtheil.)
Der Trieb befriedigt sich, d. h. er ist thätig,indem er sich der Reize bemächtigt und sie umbildet.Um sich ihrer zu bemächtigen, muss er kämpfen: d. h.einen anderen Trieb zurückhalten, dämpfen. In Wahr-heit besteht er immer als thätiger: aber seine Er-nährung bringt grössere Kraftmengen mit sich, sodassauch seine Kraftleistung verschieden sein muss. DerTrieb selber ist eben nichts Anderes, als ein bestimmtesThätig-sein: eine Personification.
Der Reiz ist an sich weder Lust noch Unlust,wohl aber kann er von Lust und Unlust begleitet sein;— ein Mittleres, das nicht Lust und nicht Unlustwäre, kann es nicht geben! — was „nicht Lust“ ist, istdann eben nicht Lust!
613.
Das verschiedene Werth-Gefühl, mit dem wirdiese Triebe von einander abheben, ist die Folge ihrergrösseren oder geringeren Wichtigkeit, ihrer thatsäch-lichen Rangordnung in Elinsicht auf unsere Erhaltung.