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dieses Abstrahiren und Zusammendenken, dieses Wollen,diese Zurückübersetzung des immer sehr unbestimmtenWollens in bestimmte Thätigkeit. Am Leitfaden desLeibes, wie gesagt, lernen wir, dass unser Leben durchein Zusammenspiel vieler sehr ungleichwerthigen Intelli-genzen und also nur durch ein beständiges tausendfältigesGehorchen und Befehlen — moralisch geredet: durchdie unausgesetzte Übung vieler Tugenden — möglichist. Und wie dürfte man aufhören, moralisch zu reden!
-Dergestalt schwätzend gab ich mich zügellos meinem
Lehrtriebe hin: denn ich war glückselig, Jemanden zuhaben, der es aushielt, mir zuzuhören. Doch gerade andieser Stelle hielt Ariadne es nicht mehr aus, •—■ dieGeschichte begab sich nämlich bei meinem ersten Aufent-halte auf Naxos —: „Aber mein Herr! sprach sie, Siereden Schweinedeutsch!“ — „Deutsch! antwortete ichwohlgemuth, einfach Deutsch! Lassen Sie das Schweinweg, meine Göttin! Sie unterschätzen die Schwierigkeit,feine Dinge deutsch zu sagen!“ •— „Feine Dinge! schrieAriadne entsetzt auf: aber das war nur Positivismus!Rüssel-Philosophie! Begriffs-Mischmasch und -Mist aushundert Philosophien! Wo will das noch hinaus!“ —und dabei spielte sie ungeduldig mit dem berühmtenFaden, der einstmals ihren Theseus durch das Labyrinthleitete. — Also kam es zu Tage, dass Ariadne in ihrerphilosophischen Ausbildung um zwei Jahrtausende zu-rück war.
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Alle unsere Religionen und Philosophien sindSymptome unseres leiblichen Befindens: — dass dasChristenthum zum Sieg kam, war die Folge eines all-