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13 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 5 (1903) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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lebendigen Wesen, welche unseren Leib constituiren(richtiger: von deren Zusammenwirken Das, was wirLeibnennen, das beste Gleichniss ist), gelten uns nicht alsSeelen-Atome, vielmehr als etwas Wachsendes, Kämpfen-des, Sich-Vermehrendes und Wieder-Absterbendes: sodassihre Zahl unbeständig wechselt, und unser Leben, wiejegliches Leben, zugleich ein fortwährendes Sterben ist.Es giebt also im Menschen so vieleBewusstseins, alses Wesen (in jedem Augenblicke seines Daseins) giebt,die seinen Leib constituiren. Das Auszeichnende andem gewöhnlich als einzig gedachtenBewusstsein, amIntellecte, ist gerade, dass er vor dem unzählig Vielfachenin den Erlebnissen dieser vielen Bewusstseins geschütztund abgeschlossen bleibt und, als ein Bewusstsein höherenRanges, als eine regierende Vielheit und Aristokratie,nur eine Auswahl von Erlebnissen vorgelegt bekommt,dazu noch lauter vereinfachte, übersichtlich und fasslichgemachte, also gefälschte Erlebnisse, damit er seiner-seits in diesem Vereinfachen und Übersiehtlich-machen,also Fälschen, fortfahre und Das vorbereite, was man ge-meinhineinen Willen nennt, jeder solche Willensactsetzt gleichsam die Ernennung eines Dictators voraus. Dasaber, was unserem Intellecte diese Auswahl vorlegt, wasschon die Erlebnisse vorher vereinfacht, angeähnlicht,ausgelegt hat, ist jedenfalls nicht eben dieser Intellect:ebensowenig, wie er Das ist, was den Willen ausführt,was eine blasse, dünne und äusserst ungenaue Werth-und Kraft-Vorstellung aufnimmt und in lebendige Kraftund genaue Wertli-Maasse übersetzt. Und gerade dieselbeArt von Operation, welche hier sich abspielt, muss sichauf allen tieferen Stufen, im Verhalten aller, dieser höherenund niederen Wesen zu einander, fortwährend abspielen:dieses selbe Auswählen und Vorlegen von Erlebnissen,