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13 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 5 (1903) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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einigung von lebenden Wesen, jedes abhängig und unter-thänig und doch in gewissem Sinne wiederum befehlendund aus eigenem Willen handelnd, als Ganzes leben,wachsen und eine Zeit lang bestehen kann: und diesgeschieht ersichtlich nicht durch das Bewusstsein! ZudiesemWunder der Wunder ist das Bewusstsein ebennur einWerkzeug und nicht mehr, im gleichenVerstände, in dem der Magen ein Werkzeug dazu ist.Die prachtvolle Zusammenbindung des vielfachsten Lebens,die Anordnung und Einordnung der höheren und niederenThätigkeiten, der tausendfältige Gehorsam, welcher keinblinder, noch weniger ein mechanischer, sondern einwählender, kluger, rücksichtsvoller, selbst widerstrebenderGehorsam ist dieses ganze PhänomenLeib ist nachintellectuellem Maasse gemessen unserem Bewusstsein,unseremGeist, unserem bewussten Denken, Fühlen,Wollen so überlegen, wie Algebra dem Einmaleins. DerNerven- und Gehirnapparat ist nicht, um überhauptDenken, Fühlen, Wollen hervorzubringen, so fein undgöttlich construirt: vielmehr dünkt mich, dass geradedazu, zum Denken, Fühlen, Wollen, an sich noch garkeinApparat nöthig ist, sondern dass dies, allein diesdie Sache selbst ist. Vielmehr wird eine solche un-geheure Synthesis von lebendigen Wesen und Intellecten,welcheMensch heisst, erst leben können, wenn jenes feineVerbindungs- und Vermittlungs-System und dadurch eineblitzartig schnelle Verständigung aller dieser höheren undniederen Wesen geschaffen ist und zwar durch lauterlebendige Vermittler: dies aber ist ein moralisches undnicht ein mechanistisches Problem! Von derEinheit, vonderSeele, von derPerson zu fabeln, haben wir uns heuteuntersagt: mit solchen Hypothesen erschwert man sichdas Problem, so viel ist klar. Und auch jene kleinsten