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Darüber giebt es heute keine wesentliche Verschieden-heit des Urtheils, was gut und was böse ist. Man fragt nur,warum giebt es keine wesentliche Verschiedenheit? Dasses so und so ist, daran zweifelt 'man nicht. — Sokratesfragt „warum?“, — aber auch er zweifelt nicht und esgehörte bisher zur Eitelkeit des Menschen, dass er wisse,warum er etwas thue, — dass er auf bewusste Motivehandle. — Von Plato an glaubte Jeder, es genüge, „gut“,„gerecht“ u. s. w. zu definiren, da wisse man’s, undnun müsse man darnach handeln.
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„Heil dir, so du weisst, was du thust. Doch weisstdu es nicht, so bist du unter dem Gesetze und unterdes Gesetzes Fluch.“
Jesus von Nazareth.
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Voraussetzung der absoluten Moral: „meine Werth-schätzung die endgültige!“ — Machtgefühl!
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Das Unglück in der grossen Hypokrisie aller altenMoral-Philosophen. Sie übten die Phantasie der Menschendarauf ein, von einander Tugend und Macht zu trennen.Macht erscheint als Anspruch auf Glück, — das istnoch antik daran, Nachklang der aristokratischen Grund-form. Von Sokrates an wird trotzdem die ager-q falschverstanden, — sie musste sich immer wieder erst be-