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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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wohnheit weggeschwemmt worden; sie hatten ihn über-diess immer zu einem Befassen mit eben dem Theatergenöthigt, dessen ganzes Wesen ihm zum Ekel gewordenwar. Hatte doch selbst Goethe die Lust verloren, denAufführungen seiner Iphigenie beizuwohnen, „ich leideentsetzlich, hatte er zur Erklärung gesagt, wenn ichmich mit diesen Gespenstern herumschlagen muss, dienicht so zur Erscheinung kommen, wie sie sollten.“ Dabeinahm der „Erfolg“ an diesem ihm widerlich gewordnenTheater immer zu; endlich kam es dahin, dass geradedie grossen Theater fast zumeist von den fetten Ein-nahmen lebten, welche die Wagnerische Kunst in ihrerVerunstaltung als Opernkunst ihnen eintrug. Die Ver-wirrung über diese wachsende Leidenschaft des Theater-Publikums ergriff selbst manche Freunde Wagner’s: ermusste das Herbste erdulden — der grosse Dulder! —und seine Freunde von „Erfolgen“ und „Siegen“ berauschtsehen, wo sein einzig-hoher Gedanke gerade mitten hin-durch zerknickt und verleugnet war. Fast schien es, alsob ein in vielen Stücken ernsthaftes und schweres Volksich in Bezug auf seinen ernstesten Künstler eine grund-sätzliche Leichtfertigkeit nicht verkümmern lassen wollte,als ob sich gerade desshalb an ihm alles Gemeine, Ge-dankenlose, Ungeschickte und Boshafte des deutschenWesens auslassen müsste. — Als sich nun während desdeutschen Krieges eine grossartigere, freiere Strömungder Gemüther zu bemächtigen schien, erinnerte sichWagner seiner Pflicht der Treue, um wenigstens seingrösstes Werk vor diesen missverständlichen Erfolgenund Beschimpfungen zu retten und es in seinem eigen-sten Rhythmus zum Beispiel für alle Zeiten hinzustellen:so erfand er den Gedanken von Bayreuth. ImGefolge jener Strömung der Gemüther glaubte er auch