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nicht einmal recht traute. Nachdem ihm der Zusammen-hang unsres heutigen Theaterwesens und Theatererfolgesmit dem Charakter des heutigen Menschen aufgegangenwar, hatte seine Seele Nichts mehr mit diesem Theaterzu schaffen; um ästhetische Schwärmerei und den Jubelaufgeregter Massen war es ihm nicht mehr zu thun, jaes musste ihn ergrimmen, seine Kunst so unterschiedlosin den gähnenden Rachen der unersättlichen Langeweileund Zerstreuungs-Gier eingehen zu sehen. Wie flachund gedanken-bar hier jede Wirkung sein musste, wiees hier wirklich mehr auf die Füllung eines Nimmersattenals auf die Ernährung eines Hungernden ankäme, schlosser zumal aus einer regelmässigen Erscheinung: mannahm überall, auch von Seiten der Aufführenden undVortragenden, seine Kunst wie jede andre Bühnenmusikhin, nach dem widerlichen Receptir-Buche des Opernstiles,ja man schnitt und hackte sich seine Werke, Dank dengebildeten Kapellmeistern, geradewegs zur Oper zurecht,wie der Sänger ihnen erst nach sorgfältiger Entgeistungbeizukommen glaubte; und wenn man es recht gutmachen wollte, gieng man mit einer Ungeschicklichkeitund einer prüden Beklemmung auf Wagner’s Vorschriftenein, ungefähr so, als ob man den nächtlichen Volks-Auflauf in den Strassen Nürnberg’s, wie er im zweitenActe der Meistersinger vorgeschrieben ist, durch künst-lich figurirende Ballettänzer darstellen wollte — und beialledem schien man im guten Glauben, ohne böse Neben-absichten zu handeln. Wagner’s aufopfernde Versuche,durch die That und das Beispiel nur wenigstens aufschlichte Correctheit und Vollständigkeit der Aufführunghinzuweisen und einzelne Sänger in den ganz neuen Stildes Vortrags einzuführen, waren immer wieder vomSchlamm der herrschenden Gedankenlosigkeit und Ge-