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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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Kraft der wenigen Freunde, für jene lange Dauer, woes seiner ihm vorherbestimmten Zukunft, als das Kunst-werk dieser Zukunft, entgegenharren soll. Vielleicht, dassdieser Glaube sich nicht dauernd vor dem Zweifel schützenkonnte, je mehr er sich besonders zu sofortigen Hoff-nungen zu steigern suchte: genug, er empfand einenmächtigen Anstoss, um sich an eine noch unerfüllte hohePflicht erinnert zu fühlen.

Sein Werk wäre nicht fertig, nicht zu Ende gethangewesen, wenn er es nur als schweigende Partitur derNachwelt anvertraut hätte: er musste das Unerrathbarste,ihm Vorbehaltenste, den neuen Stil für seinen Vortrag,seine Darstellung, öffentlich zeigen und lehren, um dasBeispiel zu geben, welches kein Andrer geben konnte,und so eine Stil-Überlieferung zu begründen,die nicht in Zeichen auf Papier, sondern in Wirkungenauf menschliche Seelen eingeschrieben ist. Dies war umso mehr für ihn zur ernstesten Pflicht geworden, alsseine andern Werke inzwischen, gerade in Beziehungauf Stil des Vortrags, das unleidlichste und absurdesteSchicksal gehabt hatten: sie waren berühmt, bewundertund wurden — gemisshandelt, und Niemand schien sichzu empören. Denn so seltsam die Thatsache klingenmag: während er auf Erfolg bei seinen Zeitgenossen, ineinsichtigster Schätzung derselben, immer grundsätzlicherverzichtete und dem Gedanken der Macht entsagte, kamihm der „Erfolg“ und die „Macht“; wenigstens erzählteihm alle Welt davon. Es half Nichts, dass er auf dasEntschiedenste das durchaus Missverständliche, ja für ihnBeschämende jener „Erfolge“ immer wieder an’s Lichtstellte; man war so wenig daran gewöhnt, einen Künstlerin der Art seiner Wirkungen streng unterscheiden zusehen, dass man selbst seinen feierlichsten Verwahrungen