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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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spielerisch beglückenden Besitz der Kinder und Frauendes verkümmerten Volkes umgeartet, seiner wundervollen,ernst-heiligen Mannes-Natur gänzlich entkleidet; die Musikhatte sich unter den Armen und Schlichten, unter denEinsamen erhalten, dem deutschen Musiker war es nichtgelungen, sich mit Glück in den Luxus - Betrieb derKünste einzuordnen, er war selber zum ungethümlichenverschlossnen Märchen geworden, voll der rührendstenLaute und Anzeichen, ein unbehülflicher Frager, etwasganz Verzaubertes und Erlösungsbedürftiges. Hier hörteder Künstler deutlich den Befehl, der an ihn allein er-gieng den Mythus ins Männliche zurückzuschaffenund die Musik zu entzaubern, zum Reden zu bringen: erfühlte seine Kraft zum Drama mit einem Male entfesselt,seine Herrschaft über ein noch unentdecktes Mittelreichzwischen Mythus und Musik begründet. Sein neuesKunstwerk, in welchem er alles Mächtige, Wirkungsvolle,Beseligende, was er kannte, zusammenschloss, stellte erjetzt mit seiner grossen schmerzlich einschneidendenFrage vor die Menschen hin:Wo seid ihr, welche ihrgleich leidet und bedürft wie ich? Wo ist die Vielheit,welche ich als Volk ersehne? Ich will euch daranerkennen, dass ihr das gleiche Glück, den gleichenTrost mit mir gemein haben sollt: an eurer Freudesoll sich mir euer Leiden offenbaren! Mit dem Tann-häuser und dem Lohengrin fragte er also, sah er sichalso nach Seinesgleichen um; der Einsame dürstete nachder Vielheit.

Aber wie wurde ihm zu Muthe? Niemand gab eineAntwort, Niemand hatte die Frage verstanden. Nichtdass man überhaupt stille geblieben wäre; im Gegentheil,man antwortete auf tausend Fragen, die er gar nichtgestellt hatte, man zwitscherte über die neuen Kunst-