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grossen Verzweiflung und Busse in neuer Gestalt undmächtiger als je vor ihm erschien, führte ihn zu beidem.Wirkung, unvergleichliche Wirkung vom Theater aus! —aber auf wen? Ihm schauderte bei der Erinnerung, aufwen er bisher hatte wirken wollen. Von seinem Erlebnissaus verstand er die ganze schmachvolle Stellung, inwelcher die Kunst und die Künstler sich befinden: wieeine seelenlose oder seelenharte Gesellschaft, welche sichdie gute nennt und die eigentlich böse ist, Kunst undKünstler zu ihrem sclavischen Gefolge zählt, zur Befrie-digung von Scheinbedürfnissen. Die moderne Kunstist Luxus: das begriff er ebenso wie das andre, dass siemit dem Rechte einer Luxus-Gesellschaft stehe und falle.Nicht anders, als diese durch die hartherzigste und klügsteBenutzung ihrer Macht die Unmächtigen, das Volk, immerdienstbarer, niedriger und unvolksthümlicher zu machenund aus ihm den modernen „Arbeiter“ zu schaffen wusste,hat sie auch dem Volke das Grösste und Reinste, was esaus tiefster Nöthigung sich erzeugte und worin es als derwahre und einzige Künstler seine Seele mildherzig mit-theilte, seinen Mythus, seine Liedweise, seinen Tanz, seineSpracherfindung entzogen, um daraus ein wollüstigesMittel gegen die Erschöpfung und die Langeweile ihresDaseins zu destilliren — die modernen Künste. Wiediese Gesellschaft entstand, wie sie aus den scheinbarentgegengesetzten Machtsphären sich neue Kräfte anzu-saugen wusste, wie zum Beispiel das in Heuchelei undHalbheiten verkommene Christenthum sich zum Schutzegegen das Volk, als Befestigung jener Gesellschaft undihres Besitzes, gebrauchen liess, und wie Wissenschaftund Gelehrte sich nur zu geschmeidig in diesen Frohn-dienst begaben, das Alles verfolgte Wagner durch dieZeiten hin, um am Schlüsse seiner Betrachtungen vor Ekel