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Menge bei einzelnen Steigerungen des dramatischen Ge-sanges erzeugt werden, jener plötzlich um sich greifendeRausch der Gemüther, ehrlich durch und durch undselbstlos — Das war der Wiederhall seines eignen Er-fahrens und Fühlens, dabei durchdrang ihn eine glühendeHoffnung auf höchste Macht und Wirkung! So verstander denn die grosse Oper als sein Mittel, durch welcheser seinen herrschenden Gedanken ausdrücken könnte;nach ihr drängte ihn seine Begierde, nach ihrer Heimathrichtete sich sein Ausblick. Ein längerer Zeitraum seinesLebens, sammt den verwegensten Wandlungen seinerPläne, Studien, Aufenthalte, Bekanntschaften, erklärt sichallein aus dieser Begierde und den äusseren Widerständen,denen der dürftige, unruhige, leidenschaftlich - naivedeutsche Künstler begegnen musste. Wie man auf diesemGebiete zum Herrn werde, verstand ein andrer Künstlerbesser; und jetzt, da es allmählich bekannt geworden ist,durch welches überaus künstlich gesponnene Gewebe vonBeeinflussungen aller Art Meyerbeer jeden seiner grossenSiege vorzubereiten und zu erreichen wusste, und wieängstlich die Abfolge der „Effecte“ in der Oper selbsterwogen wurde, wird man auch den Grad von beschämterErbitterung verstehen, welche über Wagner kam, als ihmüber diese beinahe nothwendigen „Kunstmittel“, demPublikum einen Erfolg abzuringen, die Augen geöffnetwurden. Ich zweifle, ob es einen grossen Künstler inder Geschichte gegeben hat, der mit einem so ungeheurenIrrthume anhob und so unbedenklich und treuherzigsich mit der empörendsten Gestaltung einer Kunst ein-liess: und doch war die Art, wie er es that, von Grösseund desshalb von erstaunlicher Fruchtbarkeit. Denn erbegriff, aus der Verzweiflung des erkannten Irrthumsheraus, den modernen Erfolg, das moderne Publikum
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