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erschien zuerst fast nur in versucherischer Gestalt, alsAusdruck jenes finstern, nach Macht und Glanz un-ersättlich verlangenden persönlichen Willens. Wirkung,unvergleichliche Wirkung — wodurch? auf wen? — daswar von da an das rastlose Fragen und Suchen seinesKopfes und Herzens. Er wollte siegen und erobern, wienoch kein Künstler, und womöglich mit Einem Schlagezu jener tyrannischen Allmacht kommen, zu welcher esihn so dunkel trieb. Mit eifersüchtigem, tiefspähendemBlicke maass er Alles, was Erfolg hatte, noch mehr saher sich Den an, auf welchen gewirkt werden musste.Durch das zauberhafte Auge des Dramatikers, der in denSeelen wie in der ihm geläufigsten Schrift liest, ergründeteer den Zuschauer und Zuhörer, und ob er auch oft bei die-sem Verständniss unruhig wurde, griff er doch sofort nachden Mitteln, ihn zu bezwingen. Diese Mittel waren ihmzur Hand; was auf ihn stark wirkte, das wollte und konnteer auch machen; von seinen Vorbildern verstand er aufjeder Stufe ebensoviel, als er auch selber bilden konnte,er zweifelte nie daran, Das auch zu können, was ihmgefiel. Vielleicht ist er hierin eine noch „praesumptuösere“Natur als Goethe, der von sich sagte: „immer dachte ich,ich hätte es schon; man hätte mir eine Krone aufsetzenkönnen, und ich hätte gedacht, das verstehe sich vonselbst.“ Wagner’s Können und sein „Geschmack“ undebenso seine Absicht — alles Diess passte zu allen Zeitenso eng in einander, wie ein Schlüssel in ein Schloss: —es wurde mit einander gross und frei, — aber damalswar es diess nicht. Was gieng ihn die schwächliche, aberedlere und doch selbstisch-einsame Empfindung an, welcheder oder jener litterarisch und ästhetisch erzogene Kunst-freund abseits von der grossen Menge hatte! Aber jenegewaltsamen Stürme der Seelen, welche in der grossen