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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
Entstehung
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durch die Übergewalt des andern Elementes, in welcheser hineingeworfen wurde, zerdrückt worden. Aber überdem Werden des wirklichen Wagner liegt eine ver-klärende und rechtfertigende Nothwendigkeit. SeineKunst, im Entstehen betrachtet, ist das herrlichste Schau-spiel, so leidvoll auch jenes Werden gewesen sein mag,denn Vernunft, Gesetz, Zweck zeigt sich überall. DerBetrachtende wird, im Glücke dieses Schauspiels, diesesleidvolle Werden selbst preisen und mit Lust erwägen,wie der ur-bestimmten Natur und Begabung Jegliches zuHeil und Gewinn werden muss, so schwere Schulen sieauch durchgeführt wird, wie jede Gefährlichkeit sie be-herzter, jeder Sieg sie besonnener macht, wie sie sich vonGift und Unglück nährt und gesund und stark dabei wird.Das Gespött und Widersprechen der umgebenden Weltist ihr Reiz und Stachel; verirrt sie sich, so kommt siemit der wunderbarsten Beute aus Irrniss und Verlorenheitheim; schläft sie, soschläft sie nur neue Kraft sich an.Sie stählt selber den Leib und macht ihn rüstiger; siezehrt nicht am Leben, je mehr sie lebt; sie waltet überdem Menschen wie eine beschwingte Leidenschaft undlässt ihn gerade dann fliegen, wenn sein Fuss im Sandeermüdet, am Gestein wund geworden ist. Sie kann nichtanders als mittheilen, Jedermann soll an ihrem Werke mitwirken, sie geizt nicht mit ihren Gaben. Zurückgewiesen,schenkt sie reichlicher; gemissbraucht von dem Be-schenkten, giebt sie auch das kostbarste Kleinod, das siehat, noch hinzu und noch niemals waren die Be-schenkten der Gabe ganz würdig, so lautet die ältesteund jüngste Erfahrung. Dadurch ist die ur-bestimmteNatur, durch welche die Musik zur Welt der Erscheinungspricht, das räthselvollste Ding unter der Sonne, ein Ab-grund, in dem Kraft und Güte gepaart ruhen, eine