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schnell wie möglich beurtheilen! — man könnte glauben,es sei den gegenwärtigen Menschen auch nur Eine Tu-gend übrig geblieben, die der Geistesgegenwart. Leiderist es in Wahrheit vielmehr die Allgegenwart einerschmutzigen unersättlichen Begehrlichkeit und einer über-allhin spähenden Neugierde bei Jedermann. Ob über-haupt der Geist jetzt gegenwärtig sei — wir wollendie Untersuchung darüber den künftigen Richtern zu-schieben, welche die modernen Menschen einmal durchihr Sieb raiten werden. Aber gemein ist diess Zeitalter;das kann man schon jetzt sehen, weil es Das ehrt, wasfrühere vornehme Zeitalter verachteten; wenn es nunaber noch die ganze Kostbarkeit vergangener Weisheitund Kunst sich angeeignet hat und in diesem reichstenaller Gewänder einhergeht, so zeigt es ein unheimlichesSelbstbewusstsein über seine Gemeinheit darin, dass esjenen Mantel nicht braucht, um sich zu wärmen, sondernnur um über sich zu täuschen. Die Noth, sich zu ver-stellen und zu verstecken, erscheint ihm dringenderals die, nicht zu erfrieren. So benutzen die jetzigenGelehrten und Philosophen die Weisheit der Inder undGriechen nicht, um in sich weise und ruhig zu werden:ihre Arbeit soll blos dazu dienen, der Gegenwart einentäuschenden Ruf der Weisheit zu verschaffen. DieForscher der Thiergeschichte bemühen sich, die thieri-schen Ausbrüche von Gewalt und List und Rachsuchtim jetzigen Verkehre der Staaten und Menschen untereinander als unabänderliche Naturgesetze hinzustellen.Die Historiker sind mit ängstlicher Beflissenheit daraufaus, den Satz zu beweisen, dass jede Zeit ihr eignesRecht, ihre eignen Bedingungen habe, — um für daskommende Gerichtsverfahren, mit dem unsre Zeit heim-gesucht wird, gleich den Grundgedanken der Verthei-