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Aber auch, wenn er mehr kann als verneinen undhöhnen, wenn er lieben, mitleiden und mitbauen kann,so muss er doch zunächst verneinen, um dadurch seinerhülfbereiten Seele erst Bahn zu brechen. Damit einmaldie Musik viele Menschen zur Andacht stimme und siezu Vertrauten ihrer höchsten Absichten mache, muss erstdem ganzen genusssüchtigen Verkehre mit einer so hei-ligen Kunst ein Ende gemacht werden; das Fundament,worauf unsre Kunst-Unterhaltungen, Theater, Museen,Concertgesellschaften ruhen, eben jener „Kunstfreund“, istmit Bann zu belegen; die staatliche Gunst, welche seinenWünschen geschenkt wird, ist in Abgunst zu verwandeln;das öffentliche Urtheil, welches gerade auf Abrichtungzu jener Kunstfreundschaft einen absonderlichen Werthlegt, ist durch ein besseres Urtheil aus dem Felde zuschlagen. Einstweilen muss uns sogar der erklärteKunstfeind als ein wirklicher und nützlicher Bundes-genosse gelten, da Das, wogegen er sich feindlich er-klärt, eben nur die Kunst, wie sie der „Kunstfreund“versteht, ist: er kennt ja keine andere! Mag er diesemKunstfreunde immerhin die unsinnige Vergeudung vonGeld nachrechnen, welche der Bau seiner Theater undöffentlichen Denkmäler, die Anstellung seiner „berühm-ten“ Sänger und Schauspieler, die Unterhaltung seinergänzlich unfruchtbaren Kunstschulen und Bildersamm-lungen verschuldet: gar nicht dessen zu gedenken, wasalles an Kraft, Zeit und Geld in jedem Hauswesen, inder Erziehung für vermeintliche „Kunstinteressen“ weg-geworfen wird. Da ist kein Hunger und kein Satt-werden, sondern immer nur ein mattes Spiel mit demAnscheine von beidem, zur eitelsten Schaustellung aus-gedacht, um das Urtheil Anderer über sich irre zuführen; oder noch schlimmer: nimmt man die Kunst
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