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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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rathen, dass sie schwach sind, und dass der Widerstandder bisherigen Machtinhaber nicht mehr viele Angriffeaushalten wird. Es ist der Augenblick für Solche, welchemächtig erobern und siegen wollen; die grössten Reichestehen offen, ein Fragezeichen ist zu den Namen derBesitzer gesetzt, so weit es Besitz giebt. So ist zumBeispiel das Gebäude der Erziehung als morsch erkannt,und überall finden sich Einzelne, welche in aller Stilleschon das Gebäude verlassen haben. Könnte man Die,welche thatsächlich schon jetzt tief mit ihm unzufriedensind, nur einmal zur offnen Empörung und Erklärungtreiben! Könnte man sie des verzagenden Unmuthsberauben! Ich weiss es: wenn man gerade den stillenBeitrag dieser Naturen von dem Ertrage unseres ge-sammten Bildungswesens abstriche, es wäre der empfind-lichste Aderlass, durch den man dasselbe schwächenkönnte. Von den Gelehrten zum Beispiel blieben unterdem alten Regimente nur die durch den politischenWahnwitz Angesteckten und die litteratenhaften Menschenaller Art zurück. Das widerliche Gebilde, welches jetztseine Kräfte aus der Anlehnung an die Sphären derGewalt und Ungerechtigkeit, an Staat und Gesellschaft,nimmt und seinen Vortheil dabei hat, diese immer böserund rücksichtsloser zu machen, ist ohne diese Anlehnungetwas Schwächliches und Ermüdetes: man braucht es nurrecht zu verachten, so fällt es schon über den Haufen.Wer für die Gerechtigkeit und die Liebe unter denMenschen kämpft, darf sich vor ihm am wenigsten fürchten:denn seine eigentlichen Feinde stehen erst vor ihm, wenner seinen Kampf, den er einstweilen gegen ihre Vorhut,die heutige Cultur, führt, zu Ende gebracht hat.

Für uns bedeutet Bayreuth die Morgen-Weihe amTage des Kampfes. Man könnte uns nicht mehr Unrecht