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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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dieser Versuchung liegen seine Gefahren, in dem Ekelan den modernen Arten, Lust und Ansehn zu erwerben,in der Wuth, welche sich gegen alles eigensüchtigeBehagen nach Art der jetzigen Menschen wendet. Mandenke ihn sich in eine Beamtung hinein so wieWagner das Amt eines Kapellmeisters an Stadt- undHoftheatern zu versehen hatte; man empfinde es, wie derernsteste Künstler mit Gewalt da den Ernst erzwingenwill, wo nun einmal die modernen Einrichtungen fastmit grundsätzlicher Leichtfertigkeit aufgebaut sind undLeichtfertigkeit fordern, wie es ihm zum Theil gelingtund im Ganzen immer misslingt, wie der Ekel ihm nahtund er flüchten will, wie er den Ort nicht findet, wohiner flüchten könnte, und er immer wieder zu den Zigeu-nern und Ausgestossnen unsrer Cultur als einer derIhrigen zurückkehren muss. Aus einer Lage sich los-reissend, verhilft er sich selten zu einer besseren, mit-unter geräth er in die tiefste Dürftigkeit. So wechselteWagner Städte, Gefährten, Länder, und man begreiftkaum, unter was für Anmuthungen und Umgebungener es doch immer eine Zeit lang ausgehalten hat. Aufder grösseren Hälfte seines bisherigen Lebens liegt eineschwere Luft; es scheint, er hoffte nicht mehr insAllgemeine, sondern nur noch von heute zu morgen,und so verzweifelte er zwar nicht, ohne doch zu glauben.Wie ein Wanderer durch die Nacht geht, mit schwererBürde und auf das Tiefste ermüdet und doch übernächtigerregt, so mag es ihm oft zu Muthe gewesen sein; einplötzlicher Tod erschien dann vor seinen Blicken nichtals Schreckniss, sondern als verlockendes liebreizendesGespenst. Last, Weg und Nacht, alles mit einem Maleverschwunden! das tönte verführerisch. Hundertmalwarf er sich von Neuem wieder mit jener kurzathmigen