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nur in diesem Blicke liegt die grosse Zukunft jenesEreignisses.
Als an jenem Maitage des Jahres 1872 der Grund-stein auf der Anhöhe von Bayreuth gelegt worden war,bei strömendem Regen und verfinstertem Himmel, fuhrWagner mit Einigen von uns zur Stadt zurück; er schwiegund sah dabei mit einem Blick lange in sich hinein, dermit einem Worte nicht zu bezeichnen wäre. Er begannan diesem Tage sein sechzigstes Lebensjahr: alles Bis-herige war die Vorbereitung auf diesen Moment. Manweiss, dass Menschen im Augenblick einer ausserordent-lichen Gefahr oder überhaupt in einer wichtigen Ent-scheidung ihres Lebens durch ein unendlich beschleunigtesinneres Schauen alles Erlebte zusammendrängen undmit seltenster Schärfe das Nächste wie das Fernste wiedererkennen. Was mag Alexander der Grosse in jenemAugenblicke gesehn haben, als er Asien und Europaaus einem Mischkrug trinken liess? Was aber Wagneran jenem Tage innerlich schaute — wie er wurde, waser ist, was er sein wird — das können wir, seine Näch-sten, bis zu einem Grade nachschauen: und erst von diesemWagnerischen Blick aus werden wir seine grosse Thatselber verstehen können — um mit diesem Ver-ständnis ihre Fruchtbarkeit zu verbürgen.
2.
Es wäre sonderbar, wenn Das, was Jemand ambesten kann und am liebsten thut, nicht auch in dergesammten Gestaltung seines Lebens wieder sichtbarwürde; vielmehr muss bei Menschen von hervorragenderBefähigung das Leben nicht nur, wie bei Jedermann,zum Abbild des Charakters, sondern vor Allem auch zum