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keine Übergänge, keine Vermittlungen; den langenWeg zum Ziele und das Ziel selber wusste Keiner ausserWagner. Es ist die erste Weltumsegelung im Reicheder Kunst: wobei, wie es scheint, nicht nur eine neueKunst, sondern die Kunst selber entdeckt wurde. Allebisherigen modernen Künste sind dadurch, als einsiedle-risch-verkümmerte oder als Luxus-Künste, halb und halbentwerthet; auch die unsicheren, übel zusammenhängendenErinnerungen an eine wahre Kunst, die wir Neueren vonden Griechen her hatten, dürfen nun ruhen, soweit sieselbst jetzt nicht in einem neuen Verständniss zu leuch-ten vermögen. Es ist für Vieles jetzt an der Zeit, abzu-sterben; diese neue Kunst ist eine Seherin, welche nichtnur für Künste den Untergang herannahen sieht. Ihremahnende Hand muss unsrer gesammten jetzigen Bil-dung von dem Augenblicke an sehr unheimlich Vorkom-men, wo das Gelächter über ihre Parodien verstummt:mag sie immerhin noch eine kurze Weile Zeit zu Lustund Lachen haben!
Dagegen werden wir, die Jünger der wiederaufer-standenen Kunst, zum Ernste, zum tiefen heiligen Ernste,Zeit und Willen haben! Das Reden und Lärmen, welchesdie bisherige Bildung von der Kunst gemacht hat — wirmüssen es jetzt als eine schamlose Zudringlichkeit em-pfinden; zum Schweigen verpflichtet uns Alles, zum fünf-jährigen pythagoreischen Schweigen. Wer von uns hättenicht an dem widerlichen Götzendienste der modernenBildung Hände und Gemüth besudelt! Wer bedürftenicht des reinigenden Wassers, wer hörte nicht die Stimme,die ihn mahnt: Schweigen und Reinsein! Schweigenund Reinsein! Nur als Denen, welche auf diese Stimmehören, wird uns auch der grosse Blick zu Theil, mit demwir auf das Ereigniss von Bayreuth hinzusehn haben: und