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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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digen Cultur-Regungen zu vergleichen, würde dort vielzu sehen haben; er würde fühlen müssen, dass er hierplötzlich in ein warmes Gewässer gerathe, wie Einer, derin einem See schwimmt und der Strömung einer heissenQuelle nahe kommt: aus anderen, tieferen Gründen mussdiese emporkommen, sagt er sich, das umgebende Wassererklärt sie nicht und ist jedenfalls selber flacheren Ur-sprungs. So werden alle Die, welche das BayreutherFest begehen, als unzeitgemässe Menschen empfundenwerden: sie haben anderswo ihre Heimath als in der Zeit,und finden anderwärts sowohl ihre Erklärung als ihreRechtfertigung. Mir ist immer deutlicher geworden, dassderGebildete, sofern er ganz und völlig die Fruchtdieser Gegenwart ist, Allem was Wagner thut und denkt,nur durch die Parodie beikommen kann wie auchAlles und Jedes parodirt worden ist und dass er sichauch das Bayreuther Ereigniss nur durch die sehr un-magische Laterne unsrer witzelnden Zeitungsschreiberbeleuchten lassen will. Und glücklich, wenn es bei derParodie bleibt! Es entladet sich in ihr ein Geist derEntfremdung und Feindseligkeit, welcher noch ganzandre Mittel und Wege aufsuchen könnte, auch ge-legentlich aufgesucht hat. Diese ungewöhnliche Schärfeund Spannung der Gegensätze würde jener Cultur-Be-obachter ebenfalls ins Auge fassen. Dass ein Einzelner,im Verlaufe eines gewöhnlichen Menschenlebens, etwasdurchaus Neues hinstellen könne, mag wohl alle Die em-pören, welche auf die Allmählichkeit aller Entwicklungwie auf eine Art von Sitten-Gesetz schwören: sie sindselber langsam und fordern Langsamkeit und da sehensie nun einen sehr Geschwinden, wissen nicht, wie er esmacht, und sind ihm böse. Von einem solchen Unter-nehmen wie dem Bayreuther, gab es keine Vorzeichen,

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