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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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recht wohl, dass es zu ihrem Wesen gehört, nie Dienstezu thun, nie Sold zu nehmen. Somit hat er in dem, waser hat, nur die falscheWahrheit, eine Person mit einerLarve: und diese kann ihm nun leider auch nicht leisten,was er von der ächten Wahrheit so sehr begehrt: seineeigne Gültig- und Heiligsprechung. Wenn ein mittel-alterlicher Fürst vom Papste gekrönt werden wollte, aberes von ihm nicht erlangen konnte, so ernannte er wohleinen Gegenpapst, der ihm dann diesen Dienst erwies.Das mochte bis zu einem gewissen Grade angehen; aberes geht nicht an, wenn der moderne Staat eine Gegen-philosophie ernennt, von der er legitimirt werden will;denn er hat nach wie vor die Philosophie gegen sich,und zwar jetzt mehr als vorher. Ich glaube allen Ernstes,es ist ihm nützlicher, sich gar nicht mit ihr zu befassen,gar nichts von ihr zu begehren und sie, so lange esmöglich ist, als etwas Gleichgültiges gehen zu lassen.Bleibt e's nicht bei dieser Gleichgültigkeit, wird siegegen ihn gefährlich und angreifend, so mag er sie ver-folgen. Da der Staat kein weiteres Interesse an derUniversität haben kann, als durch sie ergebene und nütz-liche Staatsbürger zu erziehen, so sollte er Bedenkentragen, diese Ergebenheit, diesen Nutzen dadurch inFrage zu stellen, dass er von den jüngern Männern einePrüfung in der Philosophie verlangt: zwar in Anbetrachtder trägen und unbefähigten Köpfe mag es das rechteMittel sein, um von ihrem Studium überhaupt abzu-schrecken, dadurch dass man sie zu einem Examen-gespenst macht; aber dieser Gewinn vermag nicht denSchaden aufzuwiegen, welchen ebendieselbe erzwungeneBeschäftigung bei den wagehalsigen und unruhigen Jüng-lingen hervorruft; sie lernen verbotene Bücher kennen,beginnen ihre Lehrer zu kritisiren und merken endlich