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jener grossen Sache sich zugezogen haben, der aber dieSache selber trifft. Deshalb nenne ich es eine Forderungder Cultur, der Philosophie jede staatliche und aka-demische Anerkennung zu entziehn und überhaupt Staatund Akademie der für sie unlösbaren Aufgaben zu ent-heben, zwischen wahrer und scheinbarer Philosophie zuunterscheiden. Lasst die Philosophen immerhin wildwachsen, versagt ihnen jede Aussicht auf Anstellungund Einordnung in die bürgerlichen Berufsarten, kitzeltsie nicht mehr durch Besoldungen, ja noch mehr: ver-folgt sie, seht ungnädig auf sie — ihr sollt Wunder-dinge erleben! Da werden sie auseinanderflüchten undhier und dort ein Dach suchen, die armen Scheinbaren;hier öffnet sich eine Pfarrei, dort eine Schulmeisterei,dieser verkriecht sich bei der Redaction einer Zeitung,jener schreibt Lehrbücher für höhere Töchterschulen, derVernünftigste von ihnen ergreift den Pflug, und derEitelste geht zu Hofe. Plötzlich ist alles leer, das Nestausgeflogen: denn es ist leicht, sich von den schlechtenPhilosophen zu befrein, man braucht sie nur einmal nichtzu begünstigen. Und das ist jedenfalls mehr anzurathen,als irgend eine Philosophie, sie sei welche sie wolle,öffentlich, von Staatswegen, zu patronisiren.
Dem Staat ist es nie an der Wahrheit gelegen,sondern immer nur an der ihm nützlichen Wahrheit,noch genauer gesagt, überhaupt an allem ihm Nützlichen,sei dies nun Wahrheit, Halbwahrheit oder Irrthum. EinBündniss von Staat und Philosophie hat also nur danneinen Sinn, wenn die Philosophie versprechen kann, demStaat unbedingt nützlich zu sein, das heisst den Staats-nutzen höher zu stellen als die Wahrheit. Freilich wärees für den Staat etwas Herrliches, auch die Wahrheit inseinem Dienste und Solde zu haben; nur weiss er selbst