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Wollen gesetzt werde. Und das namentlich auch ausdem zweiten Grunde: damit es nämlich nicht mehr mög-lich ist, jenen über sein Ziel unklaren Trieb, den ge-rühmten dunklen Drang, zu ganz andersartigen Zweckenzu gebrauchen und auf Wege zu führen, wo jenes höchsteZiel, die Erzeugung des Genius, nimmermehr erreichtwerden kann. Denn es giebt eine Art von missbrauch-ter und in Dienste genommener Cultur — mansehe sich nur um! Und gerade die Gewalten, welchejetzt am thätigsten die Cultur fördern, haben dabeiNebengedanken und verkehren mit ihr nicht in reinerund uneigennütziger Gesinnung.
Da ist erstens die Selbstsucht der Erwerben-den, welche der Beihülfe der Cultur bedarf und ihrzum Danke dafür wieder hilft, aber dabei freilich zugleichZiel und Maass vorschreiben möchte. Von dieser Seitekommt jener beliebte Satz und Kettenschluss her, derungefähr so lautet: möglichst viel Erkenntniss und Bil-dung, daher möglichst viel Bedürfniss, daher möglichstviel Production, daher möglichst viel Gewinn und Glück— so klingt die verführerische Formel. Bildung würdevon den Anhängern derselben als die Einsicht definirtwerden, mit der man, in Bedürfnissen und deren Befrie-digung, durch und durch zeitgemäss wird, mit der manaber zugleich am besten über alle Mittel und Wege ge-bietet, um so leicht wie möglich Geld zu gewinnen.Möglichst viele courante Menschen zu bilden, in der Artdessen, was man an einer Münze courant nennt, das wärealso das Ziel; und ein Volk wird, nach dieser Auffassung,um so glücklicher sein, je mehr es solche courante Men-schen besitzt. Deshalb soll es durchaus die Absicht dermodernen Bildungsanstalten sein, Jeden soweit zu fördern,als es in seiner Natur liegt, courant zu werden, Jeden