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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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blätter. Jede Philosophie, welche durch ein politischesEreigniss das Problem des Daseins verrückt oder gargelöst glaubt, ist eine Spaass- und Afterphilosophie. Essind schon öfter, seit die Welt steht, Staaten gegründetworden; das ist ein altes Stück. Wie sollte eine politischeNeuerung ausreichen, um die Menschen ein für alle Malzu vergnügten Erdenbewohnern zu machen? Glaubt aberjemand recht von Herzen, dass dies möglich sei, so soller sich nur melden: denn er verdient wahrhaftig, Professorder Philosophie an einer deutschen Universität, gleichHarms in Berlin, Jürgen Meyer in Bonn und Carriere inMünchen zu werden.

Hier erleben wir aber die Folgen jener neuerdingsvon allen Dächern gepredigten Lehre, dass der Staatdas höchste Ziel der Menschheit sei, und dass es füreinen Mann keine höheren Pflichten gebe, als dem Staatezu dienen: worin ich nicht einen Rückfall ins Heiden-thum, sondern in die Dummheit erkenne. Es mag sein,dass ein solcher Mann, der im Staatsdienste seine höchstePflicht sieht, wirklich auch keine höheren Pflichten kennt;aber deshalb giebt es jenseits doch noch Männer undPflichten und eine dieser Pflichten, die mir wenigstenshöher gilt als der Staatsdienst, fordert auf, die Dummheitin jeder Gestalt zu zerstören, also auch diese Dummheit.Deshalb beschäftige ich mich hier mit einer Art vonMännern, deren Teleologie etwas über das Wohl einesStaates hinausweist, mit den Philosophen, und auch mitdiesen nur hinsichtlich einer Welt, die wiederum vondem Staatswohle ziemlich unabhängig ist, der Cultur.Von den vielen Ringen, welche, durcheinander gesteckt,das menschliche Gemeinwesen ausmachen, sind einigevon Gold und andere von Tombak.

Wie sieht nun der Philosoph die Cultur in unserer