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Gewicht der Dinge zu sein. Wie muss es ihm hinderlichwerden, w T enn die Menschheit, die er zunächst sieht, geradeeine schwächliche und von Würmern zerfressene Fruchtist! Wie viel muss er, um gerecht gegen das Daseinüberhaupt zu sein, zu dem Unwerthe der gegenwärtigenZeit hinzuaddiren! Wenn die Beschäftigung mit Geschichtevergangner oder fremder Völker werthvoll ist, so ist siees am meisten für den Philosophen, der ein gerechtesUrtheil über das gesammte Menschenloos abgeben will,nicht also nur über das durchschnittliche, sondern vorallem auch über das höchste Loos, das einzelnen Menschenoder ganzen Völkern zufallen kann. Nun aber ist allesGegenwärtige zudringlich; es wirkt und bestimmt dasAuge, auch wenn der Philosoph es nicht will, und unwill-kürlich wird es in der Gesammtabrechnung zu hoch taxirtsein. Deshalb muss der Philosoph seine Zeit in ihremUnterschiede gegen andre wohl abschätzen und, indem erfür sich die Gegenwart überwindet, auch in seinem Bilde,das er vom Leben giebt, die Gegenwart überwinden,nämlich unbemerkbar machen und gleichsam übermalen.Dies ist eine schwere, ja kaum lösbare Aufgabe. DasUrtheil der alten griechischen Philosophen über denWerth des Daseins besagt so viel mehr als ein modernesUrtheil, weil sie das Leben selbst in einer üppigen Voll-endung vor sich und um sich hatten, und weil bei ihnennicht, wie bei uns, das Gefühl des Denkers sich verwirrtin dem Zwiespalte des Wunsches nach Freiheit, Schönheit,Grösse des Lebens und des Triebes nach Wahrheit, dienur frägt: was ist das Dasein überhaupt werth? Es bleibtfür alle Zeiten wichtig, zu wissen, was Empedokles, in-mitten der kräftigsten und überschwänglichsten Lebenslustder griechischen Cultur, über das Dasein ausgesagt hat;sein Urtheil wiegt sehr schwer, zumal ihm durch kein