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Periode, welche ihr Heil auf die öffentlichen Meinungen,das heisst auf die privaten Faulheiten setzt, ernstlichbesorgen, dass eine solche Zeit wirklich einmal getödtetwird: ich meine, dass sie aus der Geschichte der wahr-haften Befreiung des Lebens gestrichen wird. "Wie grossmuss der Widerwille späterer Geschlechter sein, sich mitder Hinterlassenschaft jener Periode zu befassen, in wel-cher nicht die lebendigen Menschen, sondern öffentlichmeinende Scheinmenschen regierten; weshalb vielleichtunser Zeitalter für irgend eine ferne Nachwelt der dun-kelste und unbekannteste, weil unmenschlichste Abschnittder Geschichte sein mag. Ich gehe durch die neuenStrassen unserer Städte und denke, wie von allen diesengreulichen Häusern, welche das Geschlecht der öffentlichMeinenden sich erbaut hat, in einem Jahrhundert nichtsmehr steht, und wie dann auch wohl die Meinungen dieserIläuserbauer umgefallen sein werden. Wie hoffnungsvolldürfen dagegen alle die sein, welche sich nicht als Bürgerdieser Zeit fühlen; denn wären sie dies, so würden siemit dazu dienen, ihre Zeit zu tödten und sammt ihrerZeit unterzugehen, — während sie die Zeit vielmehr zumLeben erwecken wollen, um in diesem Leben selber fort-zuleben.
Aber auch wenn uns die Zukunft nichts hoffen liesse— unser wunderliches Dasein gerade in diesem Jetztermuthigt uns am stärksten, nach eignem Maass undGesetz zu leben: jene Unerklärlichkeit, dass wir geradeheute leben und doch die unendliche Zeit hatten zuentstehen, dass wir nichts als ein spannenlanges Heutebesitzen und in ihm zeigen sollen, warum und wozu wirgerade jetzt entstanden. Wir haben uns über unser Daseinvor uns selbst zu verantworten; folglich wollen wir auchdie wirklichen Steuermänner dieses Daseins abgeben und