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übergehängten Meinungen und enthüllen das Geheimniss,das böse Gewissen von Jedermann, den Satz, dass jederMensch ein einmaliges Wunder ist; sie wagen es, uns denMenschen zu zeigen, wie er bis in jede Muskelbewegunger selbst, er allein ist, noch mehr, dass er in dieserstrengen Consequenz seiner Einzigkeit schön und be-trachtenswerth ist, neu und unglaublich wie jedes Werkder Natur und durchaus nicht langweilig. Wenn dergrosse Denker die Menschen verachtet, so verachtet erihre Faulheit: denn ihrethalben erscheinen sie als Fabrik-waare, als gleichgültig, des Verkehrs und der Belehrungunwürdig. Der Mensch, welcher nicht zur Masse gehörenwill, braucht nur aufzuhören, gegen sich bequem zu sein;er folge seinem Gewissen, welches ihm zuruft: „sei duselbst! Das bist du alles nicht, was du jetzt thust, meinst,begehrst. “
Jede junge Seele hört diesen Zuruf bei Tag und beiNacht und erzittert dabei; denn sie ahnt ihr seit Ewig-keiten bestimmtes Maass von Glück, wenn sie an ihrewirkliche Befreiung denkt: zu welchem Glücke ihr, solange sie in Ketten der Meinungen und der Furcht ge-legt ist, auf keine Weise verholfen werden kann. Undwie trost- und sinnlos kann ohne diese Befreiung dasLeben werden! Es giebt kein öderes und widrigeres Ge-schöpf in der Natur als den Menschen, welcher seinemGenius ausgewichen ist und nun nach rechts und nachlinks, nach rückwärts und überallhin schielt. Man darfeinen solchen Menschen zuletzt gar nicht mehr angreifen,denn er ist ganz Aussenseite ohne Kern, ein anbrüchiges,gemaltes, aufgebauschtes Gewand, ein verbrämtes Ge-spenst, das nicht einmal Furcht und gewiss auch keinMitleiden erregen kann. Und wenn man mit Recht vomFaulen sagt, er tödte die Zeit, so muss man von einer