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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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und Kunst, das Sensorium für tausenderlei Anempfin-dungen, der unersättliche Magen, der doch nicht weiss,was ein rechtschaffner Hunger und Durst ist. Dass eineErziehung mit jenem Ziele und mit diesem Resultate einewidernatürliche ist, das fühlt nur der in ihr noch nichtfertig gewordne Mensch, das fühlt allein der Instinctder Jugend, weil sie noch den Instinct der Natur hat,der erst künstlich und gewaltsam durch jene Erziehunggebrochen wird. Wer aber diese Erziehung wiederumbrechen will, der muss der Jugend zum Worte verhelfen,der muss ihrem unbewussten Widerstreben mit derHelligkeit der Begriffe voranleuchten und es zu einembewussten und laut redenden Bewusstsein machen. Wieerreicht er wohl ein so befremdliches Ziel?

Vor allem dadurch, dass er einen Aberglauben zer-stört, den Glauben an die Nothwendigkeit jener Er-ziehungs-Operation. Meint man doch, es gäbe gar keineandre Möglichkeit, als eben unsre jetzige höchst leidigeWirklichkeit. Prüfe nur Einer die Litteratur des höherenSchul- und Erziehungswesens aus den letzten Jahrzehntengerade daraufhin: der Prüfende wird zu seinem unmuthi-gen Erstaunen gewahr werden, wie gleichförmig beiallen' Schwankungen der Vorschläge, bei aller Heftigkeitder Widersprüche die gesammte Absicht der Erziehunggedacht wird, wie unbedenklich das bisherige Ergebniss,dergebildete Mensch, wie er jetzt verstanden wird, alsnothwendiges und vernünftiges Fundament jeder weiterenErziehung angenommen ist. So aber würde jener ein-tönige Kanon ungefähr lauten: der junge Mensch hatmit einem Wissen um die Bildung, nicht einmal mit einemWissen um das Leben, noch weniger mit dem Leben undErleben selbst zu beginnen. Und zwar wird dieses Wissenum die Bildung als historisches Wissen dem Jüngling