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sich Gesetzen unterwirft, die nicht die Gesetze jener Ge-schichtsfluctuationen sind. Er schwimmt immer gegendie geschichtlichen Wellen, sei es dass er seine Leiden-schaften als die nächste dumme Thatsächlichkeit seinerExistenz bekämpft oder dass er sich zur Ehrlichkeit ver-pflichtet, während die Lüge rings um ihn herum ihreglitzernden Netze spinnt. Wäre die Geschichte über-haupt nichts weiter, als „das Weltsystem von Leidenschaftund Irrthum“, so würde der Mensch so in ihr lesen müssen,wie Goethe den Werther zu lesen rieth, gleich als ob sieriefe: „sei ein Mann und folge mir nicht nach!“ Glück-licher Weise bewahrt sie aber auch das Gedächtniss andie grossen Kämpfer gegen die Geschichte, das heisstgegen die blinde Macht des Wirklichen und stellt sichdadurch selbst an den Pranger, dass sie Jene gerade alsdie eigentlich historischen Naturen heraushebt, die sichum das „So ist es“ wenig kümmerten, um vielmehr mitheiterem Stolze einem „So soll es sein“ zu folgen. Nichtihr Geschlecht zu Grabe zu tragen, sondern ein neuesGeschlecht zu begründen — das treibt sie unablässigvorwärts: und wenn sie selbst als Spätlinge geborenwerden — es giebt eine Art zu leben, dies vergessenzu machen; — die kommenden Geschlechter werden sienur als Erstlinge kennen.
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Ist vielleicht unsre Zeit ein solcher Erstling? — Inder That, die Vehemenz ihres historischen Sinnes ist sogross und äussert sich in einer so universalen und schlech-terdings unbegrenzten Manier, dass hierin wenigstens diekommenden Zeiten ihre Erstlingschaft preisen werden —falls es nämlich überhaupt kommende Zeiten, im Sinne