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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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Begriff, insofern siedie Dialektik der Völkergeisterund dasWeltgericht ist.

Man hat diese Hegelisch verstandene Geschichte mitHohn das Wandeln Gottes auf der Erde genannt, wel-cher Gott aber seinerseits erst durch die Geschichtegemacht wird. Dieser Gott aber wurde sich selbstinnerhalb der Hegelischen Hirnschalen durchsichtig undverständlich und ist bereits alle dialektisch möglichenStufen seines Werdens, bis zu jener Selbstoffenbarung,emporgestiegen: so dass für Hegel der Höhepunkt undder Endpunkt des Weltprozesses in seiner eignen Ber-liner Existenz zusammenfielen. Ja er hätte sagen müssen,dass alle nach ihm kommenden Dinge eigentlich nur alseine musikalische Coda des weltgeschichtlichen Rondos,noch eigentlicher, als überflüssig zu schätzen seien. Dashat er nicht gesagt: dafür hat er in die von ihm durch-säuerten Generationen jene Bewunderung vor derMachtder Geschichte gepflanzt, die praktisch alle Augenblickein nackte Bewunderung des Erfolges umschlägt und zumGötzendienste des Thatsächlichen führt: für welchen Dienstman sich jetzt die sehr mythologische und ausserdemrecht gut deutsche Wendungden Thatsachen Rech-nung tragen allgemein eingeübt hat. Wer aber erstgelernt hat, vor derMacht der Geschichte den Rückenzu krümmen und den Kopf zu beugen, der nickt zuletztchinesenhaft-mechanisch seinJa zu jeder Macht, seidies nun eine Regierung oder eine öffentliche Meinungoder eine Zahlen-Majorität, und bewegt seine Gliedergenau in dem Takte, in dem irgend eineMachtam Faden zieht. Enthält jeder Erfolg in sich eine ver-nünftige Nothwendigkeit, ist jedes Ereigniss der Siegdes Logischen oder derIdee dann nur hurtig nie-der auf die Kniee und nun die ganze Stufenleiter der