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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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grössten Theologen des Jahrhunderts als die Religionbezeichnet finden, die es verstattet,sich in alle wirklichenund noch einige andere bloss mögliche Religionen hinein-zuempfinden, und wenn diewahre Kirche die sein soll,welchezur fliessenden Masse wird, wo es keine Umrissegiebt, wo jeder Theil sich bald hier, bald dort befindetund alles sich friedlich untereinander mengt. Noch-mals, woran sollen wir denken?

Was man am Christenthume lernen kann, dass esunter der Wirkung einer historisirenden Behandlung bla-sirt und unnatürlich geworden ist, bis endlich eine voll-kommen historische, das heisst gerechte Behandlung esin reines Wissen um das Christenthum auflöst und da-durch vernichtet, das kann man an allem, was Leben hat,studiren: dass es auf hört zu leben, wenn es zu Endesecirt ist und schmerzlich und krankhaft lebt, wenn mananfängt, an ihm die historischen Secirübungen zu machen.Es giebt Menschen, die an eine umwälzende und refor-mirende Heilkraft der deutschen Musik unter Deutschenglauben: sie empfinden es mit Zorne und halten es fürein Unrecht, begangen am Lebendigsten unsrer Cultur,wenn solche Männer wie Mozart und Beethoven bereitsjetzt mit dem ganzen gelehrten Wust des Biographischenüberschüttet und mit dem Foltersystem historischer Kritikzu Antworten auf tausend zudringliche Fragen gezwungenwerden. Wird nicht dadurch das in seinen lebendigenWirkungen noch gar nicht Erschöpfte zur Unzeit abge-than oder mindestens gelähmt, dass man die Neubegierdeauf zahllose Mikrologien des Lebens und der Werkerichtet und Erkenntniss-Probleme dort sucht, wo manlernen sollte zu leben und alle Probleme zu vergessen.Versetzt nur ein Paar solcher modernen Biographen inGedanken an die Geburtsstätte des Christenthums oder