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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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waren; jetzt geziemt sich zu wissen, dass nur der, wel-cher die Zukunft baut, ein Recht hat, die Vergangenheitzu richten. Dadurch dass ihr vorwärts seht, ein grossesZiel euch steckt, bändigt ihr zugleich jenen üppigen ana-lytischen Trieb, der euch jetzt die Gegenwart verwüstetund alle Ruhe, alles friedfertige Wachsen und Reif-werden fast unmöglich macht. Zieht um euch den Zauneiner grossen und umfänglichen Hoffnung, eines hoffen-den Strebens. Formt in euch ein Bild, dem die Zukunftentsprechen soll, und vergesst den Aberglauben, Epi-gonen zu sein. Ihr habt genug zu ersinnen und zu er-finden, indem ihr auf jenes zukünftige Leben sinnt; aberfragt nicht bei der Geschichte an, dass sie euch' dasWie? das Womit? zeige. Wenn ihr euch dagegen indie Geschichte grosser Männer hineinlebt, so werdet ihraus ihr ein oberstes Gebot lernen, reif zu werden, undjenem lähmenden Erziehungsbanne der Zeit zu entfliehen,die ihren Nutzen darin sieht, euch nicht reif werden zulassen, um euch, die Unreifen, zu beherrschen und aus-zubeuten. Und wenn ihr nach Biographien verlangt,dann nicht nach jenen mit dem RefrainHerr So undSo und seine Zeit, sondern nach solchen, auf derenTitelblatte es heissen müssteein Kämpfer gegen seineZeit. Sättigt eure Seelen an Plutarch und wagt es, aneuch selbst zu glauben, indem ihr an seine Heldenglaubt. Mit einem Hundert solcher unmodern erzogener,das heisst reif gewordener und an das Heroische ge-wöhnter Menschen ist jetzt die ganze lärmende After-bildung dieser Zeit zum ewigen Schweigen zu bringen.

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Der historische Sinn, wenn er ungebändigt waltetund alle seine Consequenzen zieht, entwurzelt die Zu-