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seinen Satz aus: es kann Einer sehr gebildet und dochhistorisch gar nicht gebildet sein, so würde man glauben,gar nicht recht gehört zu haben, und den Kopf schütteln.Jenes bekannte Völkchen einer nicht zu fernen Vergangen-heit, ich meine eben die Griechen, hatte sich in derPeriode seiner grössten Kraft einen unhistorischen Sinnzäh bewahrt; müsste ein zeitgemässer Mensch in jeneWelt durch Verzauberung zurückkehren, er würde ver-muthlich die Griechen sehr „ungebildet“ befinden, womitdann freilich das so peinlich verhüllte Geheimniss dermodernen Bildung zu öffentlichem Gelächter aufgedecktwäre: denn aus uns haben wir Modernen gar nichts; nurdadurch, dass wir uns mit fremden Zeiten, Sitten, Künsten,Philosophien, Religionen, Erkenntnissen anfüllen undüberfüllen, werden wir zu etwas Beachtungswerthem,nämlich zu wandelnden Encyklopädien, als welche unsvielleicht ein in unsere Zeit verschlagener Alt-Helleneansprechen würde. Bei Encyklopädien findet man aberallen Werth nur in dem, was darin steht, im Inhalte,nicht in dem, was darauf steht oder was Einband undSchaale ist; und so ist die ganze moderne Bildungwesentlich innerlich: auswendig hat der Buchbinder soetwas darauf gedruckt wie: Handbuch innerlicher Bildungfür äusserliche Barbaren. Ja dieser Gegensatz von innenund aussen macht das Äusserliche noch barbarischer, alses sein müsste, wenn ein rohes Volk nur aus sich herausnach seinen derben Bedürfnissen wüchse. Denn welchesMittel bleibt noch der Natur übrig, um das überreichlichsich Aufdrängende zu bewältigen? Nur das eine Mittel,es so leicht wie möglich anzunehmen, um es schnellwieder zu beseitigen und auszustossen. Daraus entstehteine Gewöhnung, die wirklichen Dinge nicht mehr ernstzu nehmen, daraus entsteht die „schwache Persönlich-