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Inneren, dem kein Äusseres, eines Äusseren, dem keinInneres entspricht, ein Gegensatz, den die alten Völkernicht kennen. Das Wissen, das im Übermaasse ohneHunger, ja wider das Bedürfniss aufgenommen wird, wirktjetzt nicht mehr als umgestaltendes, nach aussen treiben-des Motiv und bleibt in einer gewissen chaotischen Innen-welt verborgen, die jener moderne Mensch mit seltsamemStolze als die ihm eigenthümliche „Innerlichkeit“ bezeichnet.Man sagt dann wohl, dass man den Inhalt habe und dasses nur an der Form fehle; aber bei allem Lebendigenist dies ein ganz ungehöriger Gegensatz. Unsere moderneBildung ist eben deshalb nichts Lebendiges, weil sie ohnejenen Gegensatz sich gar nicht begreifen lässt, das heisst:sie ist gar keine wirkliche Bildung, sondern nur eine ArtWissen um die Bildung, es bleibt in ihr bei dem Bildungs-Gedanken, bei dem Bildungs-Gefühl, es wird kein Bildungs-Entschluss daraus. Das dagegen, was wirklich Motiv istund was als That sichtbar nach aussen tritt, bedeutetdann oft nicht viel mehr als eine gleichgültige Conven-tion, eine klägliche Nachahmung oder selbst eine roheFratze. Im Innern ruht dann wohl die Empfindung jenerSchlange gleich, die ganze Kaninchen verschluckt hatund sich dann still gefasst in die Sonne legt und alleBewegungen, ausser den nothwendigsten, vermeidet. Derinnere Prozess, das ist jetzt die Sache selbst, das ist dieeigentliche „Bildung“. Jeder, der vorübergeht, hat nurden einen Wunsch, dass eine solche Bildung nicht anUnverdaulichkeit zu Grunde gehe. Denke man sich zumBeispiel einen Griechen an einer solchen Bildung vorüber-gehend, er würde wahrnehmen, dass für die neuerenMenschen „gebildet“ und „historisch gebildet“ so zusam-menzugehören scheinen, als ob sie Eins und nur durchdie Zahl der Worte verschieden wären. Spräche er nun