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lernen und das Erlernte in eine erhöhte Praxis umzu-setzen vermögen. Denen wird der Weg verlegt; denenwird die Luft verfinstert, wenn man ein halb begriffnesMonument irgend einer grossen Vergangenheit götzen-dienerisch und mit rechter Beflissenheit umtanzt, als obman sagen wollte: „Seht, das ist die wahre und wirklicheKunst: was gehen euch die Werdenden und Wollendenan!“ Scheinbar besitzt dieser tanzende Schwarm sogardas Privilegium des „guten Geschmacks“: denn immer .stand der Schaffende im Nachtheil gegen den, der nurzusah und nicht selbst die Hand anlegte; wie zu allenZeiten der politische Kannegiesser klüger, gerechter undüberlegsamer war als der regierende Staatsmann. Willman aber gar auf das Gebiet der Kunst den Gebrauchder Volksabstimmungen und der Zahlen-Majoritäten über-tragen und den Künstler gleichsam vor das Forum derästhetischen Nichtsthuer zu seiner Selbstvertheidigungnöthigen, so kann man einen Eid darauf im Vorausleisten, dass er verurtheilt werden wird: nicht obwohl,sondern gerade weil seine Richter den Kanon dermonumentalen Kunst (das heisst nach der gegebenenErklärung, der Kunst, die zu allen Zeiten „Effect gemachthat“) feierlich proclamirt haben: während ihnen für allenoch nicht monumentale, weil gegenwärtige Kunst erstensdas Bedürfniss, zweitens die reine Neigung, drittens ebenjene Auctorität der Historie abgeht. Dagegen verräthihnen ihr Instinct, dass die Kunst durch die Kunst todt-geschlagen werden könne: das Monumentale soll durch-aus nicht wieder entstehen, und dazu nützt gerade das,was einmal die Auctorität des Monumentalen aus derVergangenheit her hat. So sind sie Kunstkenner, weilsie die Kunst überhaupt beseitigen möchten; so gebär-den sie sich als Arzte, während sie es im Grunde auf