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ihn in schwächeren Stunden anfällt, ob er nicht vielleichtdas Unmögliche wolle, aus dem Felde geschlagen.Nehme man an, dass Jemand glaube, es gehörten nichtmehr als hundert productive, in einem neuen Geisteerzogene und wirkende Menschen dazu, um der inDeutschland jetzt gerade modisch gewordenen Gebildet-heit den Garaus zu machen, wie müsste es ihn bestärken,wahrzunehmen, dass die Cultur der Renaissance sich auf denSchultern einer solchen Hundert-Männer-Schaar heraushob.
Und doch — um an dem gleichen Beispiel sofortnoch etwas Neues zu lernen — wie fliessend und schwe-bend, wie ungenau wäre jene Vergleichung! Wie vieldes Verschiednen muss, wenn sie jene kräftigende Wir-kung thun soll, dabei übersehen, wie gewaltsam mussdie Individualität des Vergangnen in eine allgemeineForm hineingezwängt und an allen scharfen Ecken undLinien zu Gunsten der Übereinstimmung zerbrochenwerden! Im Grunde ja könnte das, was einmal möglichwar, sich nur dann zum zweiten Male als möglich ein-stellen, wenn die Pythagoreer Recht hätten zu glauben,dass bei gleicher Constellation der himmlischen Körperauch auf Erden das Gleiche, und zwar bis aufs Einzelneund Kleine, sich wiederholen müsse: so dass immerwieder, wenn die Sterne eine gewisse Stellung zu einan-der haben, ein Stoiker sich mit einem Epikureer verbin-den und Cäsar ermorden und immer wieder bei einemanderen Stande Columbus Amerika entdecken wird. Nurwenn die Erde ihr Theaterstück jedesmal nach demfünften Akt von Neuem anfienge, wenn es feststünde,dass dieselbe Verknotung von Motiven, derselbe deus exmachina, dieselbe Katastrophe in bestimmten Zwischen-räumen wiederkehrten, dürfte der Mächtige die monu-mentale Historie in voller ikonischer Wahrhaftigkeit,