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theilt mit der apollinischen Kunstsphäre die volle Lustam Schein und am Schauen und zugleich verneint erdiese Lust und hat eine noch höhere Befriedigung an derVernichtung der sichtbaren Scheinwelt. Der Inhalt destragischen Mythus ist zunächst ein episches Ereigniss mitder Verherrlichung des kämpfenden Helden: woher
stammt aber jener an sich räthselhafte Zug, dass dasLeiden im Schicksale des Helden, die schmerzlichstenÜberwindungen, die qualvollsten Gegensätze der Motive,kurz die Exemplification jener Weisheit des Silen, oder,ästhetisch ausgedrückt, das Hässliche und Disharmonische,in so zahllosen Formen, mit solcher Vorliebe immer vonNeuem dar gestellt wird und gerade in dem üppigstenund jugendlichsten Alter eines Volkes, wenn nicht geradean diesem Allen eine höhere Lust percipirt wird?
Denn dass es im Leben wirklich so tragisch zugeht,würde am wenigsten die Entstehung einer Kunstformerklären; wenn anders die Kunst nicht nur Nachahmungder Natur Wirklichkeit, sondern gerade ein metaphysischesSupplement der Naturwirklichkeit ist, zu deren Über-windung neben sie gestellt. Der tragische Mythus, soferner überhaupt zur Kunst gehört, nimmt auch vollen An-theil an dieser metaphysischen Verklärungsabsicht derKunst überhaupt: was verklärt er aber, wenn er dieErscheinungswelt unter dem Bilde des leidenden Heldenvorführt? Die „Realität“ dieser Erscheinungswelt amwenigsten, denn er sagt uns gerade: „Seht hin! Sehtgenau hin! Dies ist euer Leben! Dies ist der Stunden-zeiger an eurer Daseinsuhr!“
Und dieses Leben zeigte der Mythus, um es vor unsdamit zu verklären? Wenn aber nicht, worin liegt danndie ästhetische Lust, mit der wir auch jene Bilder an unsvorüberziehen lassen? Ich frage nach der ästhetischen