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erkennen dürfte, die innerliche Nöthigung aber in demAVetteifer suchen muss, der erhabenen Vorkämpfer aufdieser Bahn, Luther’s ebensowohl als unserer grossenKünstler und Dichter, stets werth zu sein. Aber niemöge er glauben, ähnliche Kämpfe ohne seine Hausgötter,ohne seine mythische Heimath, ohne ein „AViederbringen“aller deutschen Dinge, kämpfen zu können! Und wennder Deutsche zagend sich nach einem Führer umblicken-sollte, der ihn wieder in die längst verlorne Heimathzurückbringe, deren AVege und Stege er kaum mehrkennt — so mag er nur dem wonnig lockenden Rufedes dionysischen Vogels lauschen, der über ihm sichwiegt und ihm den AVeg dahin deuten will.
24.
AVir hatten unter den eigenthümlichen Kunstwir-kungen der musikalischen Tragödie eine apollinischeTäuschung hervorzuheben, durch die wir vor demunmittelbaren Einssein mit der dionysischen Musik ge-rettet werden sollen, während unsre musikalische Er-regung sich auf einem apollinischen Gebiete und aneiner dazwischengeschobenen sichtbaren Mittelwelt ent-laden kann. Dabei glaubten wir beobachtet zu haben,wie eben durch diese Entladung jene Mittelwelt des sceni-schen Vorgangs, überhaupt das Drama, in einem Gradevon innen heraus sichtbar und verständlich wurde, der inaller sonstigen apollinischen Kunst unerreichbar ist: sodass wir hier, wo diese gleichsam durch den Geist derMusik beschwingt und emporgetragen war, die höchsteSteigerung ihrer Kräfte und somit in jenem Bruderbündedes Apollo und des Dionysus die Spitze ebensowohlder apollinischen als der dionysischen Kunstabsichtenanerkennen mussten.