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wenig von der Kunst gehalten worden ist. Kann manaber mit einem Menschen noch verkehren, der im Standeist, sich über Beethoven und Shakespeare zu unterhalten?Mag Jeder nach seinem Gefühl diese Frage beantworten:er wird mit der Antwort jedenfalls beweisen, was ersich unter „Bildung“ vorstellt, vorausgesetzt dass er dieFrage überhaupt zu beantworten sucht und nicht vorÜberraschung bereits verstummt ist.
Dagegen dürfte mancher edler und zarter von derNatur Befähigte, ob er gleich in der geschilderten Weiseallmählich zum kritischen Barbaren geworden war, voneiner eben so unerwarteten als gänzlich unverständlichenWirkung zu erzählen haben, die etwa eine glücklichgelungene Lohengrinaufführung auf ihn ausübte: nurdass ihm vielleicht jede Hand fehlte, die ihn mahnendund deutend anfasste, so dass auch jene unbegreiflichverschiedenartige und durchaus unvergleichliche Empfin-dung, die ihn damals erschütterte, vereinzelt blieb undwie ein räthselhaftes Gestirn nach kurzem Leuchtenerlosch. Damals hatte er geahnt, was der ästhetischeZuhörer ist.
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Wer recht genau sich selber prüfen will, wie sehrer dem wahren ästhetischen Zuhörer verwandt ist oderzur Gemeinschaft der sokratisch-kritischen Menschen ge-hört, der mag sich nur aufrichtig nach der Empfindungfragen, mit der er das auf der Bühne dargestellteWunder empfängt: ob er etwa dabei seinen historischen,auf strenge psychologische Causalität gerichteten Sinnbeleidigt fühlt, ob er mit einer wohlwollenden Concessiongleichsam das Wunder als ein der Kindheit verständ-liches, ihm entfremdetes Phänomen zulässt oder ob er