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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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diesem Zustande als Zagreus verehrt werde: wobei an-gedeutet wird, dass diese Zerstückelung, d as eigentlichdionysische Leiden, gleich einer Umwandlung in Luft,Wasser, Erde und Feuer sei, dass wir also den Zustandder Individuation als den Quell und Urgrund allesLeidens, als etwas an sich Verwerfliches, zu betrachten, hätten. Aus _clcm Lächeln^ dieses^ Dionysus ^ sind d ieolympischen Götter, aus seine n Thränen die Menschenentstanden? In jener Existenz als zerstückelter Gott hatJionysus die Doppelnatur eines grausamen verwildertenDämons und eines milden sanftmüthigen Herrschers.Die Hoffnung der Epopten ging aber auf eine Wieder-geburt des Dionysus, die wir jetzt als das Ende der In-dividuation ahnungsvoll zu begreifen haben: diesem

kommenden dritten Dionysus erscholl der brausendeJubelgesang der Epopten. Und nur in dieser Hoffnunggiebt es einen Strahl von Freude auf dem Antlitze derzerrissenen, in Individuen zertrümmerten Welt: wie esder Mythus durch die in ewige Trauer versenkteDemeter verbildlicht, welche zum ersten Male wiedersich freut, als man ihr sagt, sie könne den Dionysusnoch einmal gebären. In den angeführten An-schauungen haben wir bereits alle Bestatidtheile einertiefsinnigen und pessimistischen Weltbetrachtung undzugleich damit die Mysterienlehre der Tragödiezusammen: die Grunderkenntniss von der Einheit allesVorhandenen, die Betrachtung der Individuation als desUrgrundes des Übels, die Kunst als die freudige Hoff-nung, dass der Bann der Individuation zu zerbrechen sei,als die Ahnung einer wiederhergestellten Einheit.

Es ist früher angedeutet worden, dass das homerischeEpos die Dichtung der olympischen Cultur ist, mit dersie ihr eignes Siegeslied über die Schrecken des Titanen-

snnpil!»HsSB